Neuerscheinung!

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Danielas Doktorarbeit ist nun auch im Buchhandel erhältlich! In ihrem Buch beleuchtet Daniela den Normwandel und die Deutungskämpfe im Umgang mit Kriegsverbrechen in Serbien 1991-2012. Serbien ist ein regelrechtes Laboratorium der Vergangenheitsaufarbeitung, u.a. wurde mit dem ICTY erstmals ein internationales Tribunal während eines Konflikts etabliert, die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen zur Bedingung von Finanzhilfen und Fortschritten bei der Annäherung an die EU. Daniela fokussiert darauf, wie vor diesem Hintergrund die innenpolitischen Debatten geführt wurden, welche Effekte die von außen erzwungene Politik hat und wie Ambivalenzen und Wandel auf dem Politikfeld erklären werden können. Dabei rekonstruiert sie nicht nur die Debatten und Kontexte gründlich und vielschichtig. Insbesondere nimmt sie die pluralen Deutungen von Vergangenheitsaufarbeitung in den Blick und verdeutlicht, dass die nationale Implementierung globaler Normen vor dem Hintergrund innenpolitischer Konflikte und Konkurrenzen verstanden werden muss. Sie zeigt, wie und unter welchen Bedingungen sich Deutungen wandeln: Wie Vergangenheitsaufarbeitung zunächst Kriegspropaganda, später antinationales Projekt, außenpolitische Währung ist, bis Politiker mit universalistischer Rhetorik ›Erste‹ sein wollen im Aufarbeiten. Mehr Informationen auf der Verlagsseite bei transcript.