Vorführung in Kärnten/Koroška

Vorführung1Endlich wurde „Kein Land unserer Zeit?“ auch in Kärnten/Koroška, dem Geburtsort einer der Filmemacherinnen, gezeigt! Am 15. Oktober 2013 platzte der Hörsaal Drei an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt aus allen Nähten, als 90 Studierende und Interessierte gespannt auf den Film warteten. Zur guten Stimmung trugen Popcorn und Gratisgetränke der ÖH Klagenfurt bei und natürlich das Organisationsteam von mk-arte rund um Andreas Hudelist, der auf Deutsch und B/H/S (!) moderierte. Besonders geehrt fühlte sich SEE.ID durch die eingangs vorgetragene stimmige Filmrezension der Belgraderin Jasmina Deljanin-Hudelist, die als Kind nach Deutschland flüchtete, später in Kroatien studierte und heute in Kärnten/Koroška lebt und forscht.

Nach der Vorführung Vorführung3stellte das Publikum Fragen an Aleksandra Vedernjak als Filmemacherin des SEE.ID-Filmkollektivs und Absolventin der Uni Klagenfurt. Zur angeregten Diskussion trugen persönliche Geschichten und auch solche des politischen Engagements von Menschen aus der Kärntner slowenischen Minderheit und aus dem ehemaligen Jugoslawien bei. Bemerkbar war eine große Verwunderung einiger ZuschauerInnen über die überwiegend positiven Erinnerungen der Interviewten an das ehemalige Jugoslawien. Gemeinsam mit im Publikum anwesenden HistorikerInnen und ZeitzeugInnen versuchten wir das Phänomen der Jugonostalgie anhand von Beispielen aus persönlichen Erfahrungsberichten und historischen Fakten zu erklären.

Erinnerungsstücke aus dem Film wurden im Vorfeld in einer Ausstellung am Institut für Medienkommunikation (Juni-Oktober 2013) gezeigt. Ein Exponat war die Fahne Jugoslawiens, die um den Koffer drapiert war. Die Ausstellung schaffte es in Österreich größtes Boulevardblatt Die Krone, in dem ein aufmerksamer Beobachter sich über „das Hängen“ einer jugoslawischen Fahne an der Uni Klagenfurt empörte.

Vielen Dank an Julia Starke, mk-arte, für die Bereitstellung der Fotos.

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